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Unsere Coaches: Wolfgang Schabereiter

Wer sind die Expertinnen und Experten von „GO! sicher gründen“? Wir stellen die Coaches der GründungsOffensive vor. Heute: Wolfgang Schabereiter.

GO! sicher gründen Startup-Coach Wolfgang Schabereiter ist auf dem neuesten Wissensstand in den Bereichen Förderungen und internationale Projekte und Experte darin, Business-Ideen eine konkrete Form zu geben.

Mag. Wolfgang Schabereiter, MA

  • 50 Jahre, hat vier Kinder und wohnt mit seiner Familie in Kindberg
  • Dozent an der FH Joanneum Kapfenberg, Studiengang Angewandte Informationstechnologie
  • Lehrt Entrepreneurship, (Personal-)Management und Arbeitsrecht
  • Selbstständig mit Beratungsunternehmen „brainplus“ spezialisiert auf professionelle Ideen- und Kreativitätsmanagement und wirtschaftsunterstützende Maßnahmen

Welche Expertise bringen Sie als Coach in die GründungsOffensive GO! sicher gründen ein?

Ich habe in meinem Berufsleben umfangreiche Erfahrungen zum Thema Unternehmensgründung gemacht. Dabei habe ich mir ein Wissen und eine Beratungskompetenz aufgebaut, die den Gründerinnnen und Gründern von den allerersten Überlegungen zur Selbstständigkeit zugute kommen, beginnend in der Frühphase der Ideenfindung- und bewertung.

Worin liegt Ihr Spezialgebiet in der Beratung? In welchem Bereich können Sie speziell helfen und unterstützen?

Ein Schwerpunkt liegt sicher in der Erstellung von Businessplänen, also das In-Form-Bringen von vagen Ideen und eventuellen Möglichkeiten in einen konkreten Plan mit Hand und Fuß.

Als zweiten Punkt möchte ich die Förderungsberatung nennen, ein Bereich, der gleichzeitig immer wichtiger und immer komplexer wird. Einen Überblick über die Möglichkeiten einer finanziellen Unterstützung durch die öffentliche Hand zu erlangen, ist für Menschen, die mit der Materie nicht vertraut sind, schwer möglich. Das herrschen bisweilen eigene Gesetze.

Die Schwierigkeit ist, das eigene Vorhaben so zu präsentieren, dass die Förderkriterien auch greifen.

Wolfgang Schabereiter

Dabei helfen Sie aber nicht nur, mögliche Förderungen zu finden, sondern auch, diese abzuwickeln?

Die Schwierigkeit ist oft nicht nur, die adäquaten Förderprogramme zu identifizieren, sondern auch, das eigene Vorhaben so zu präsentieren, dass die Förderkriterien auch greifen können. Und auch der Aspekt der dokumentarischen Vorgaben ist nicht zu vernachlässigen.

Was interessiert Sie besonders bei Start-ups und JungunternehmerInnen? Mit welchen Fragen kann ich auf Sie zukommen?

Natürlich interessiert mich vor allem die Geschäftsidee und wie die Realisierung dieser Idee aussehen soll. Was hat dazu geführt, dass ein Kundenbedürfnis erkannt wird? Wie sieht der kreative Prozess aus, um dafür Lösungen zur kreieren? Oder, der umgekehrte Weg: Welchen Nutzen bietet meine Innovation, und wer ist bereit, dafür Geld zu bezahlen? Jeder Weg zur Selbstständigkeit ist in dieser Hinsicht einzigartig.

Woran erinnern Sie sich besonders deutlich aus der Zeit, als Sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagten?

Ehrlich gesagt, vorherrschend war ein „flaues“ Gefühl, ob es sich meine Idee und die Umsetzung, die mir vorschwebte, wirtschaftlich ausgehen wird, oder ob ich verschätze und komplett daneben liege. Hier war es besonders wichtig, nicht nur auf das eigene Bauchgefühl zu hören, sondern neutrale Expertinnen und Experten um ihren Einschätzung zur ersuchen.

Welche sind Ihrer Erfahrung nach die größten Fehler, die ich bei einer Unternehmensgründung machen kann? 

Da geht es genau um den Punkt, den ich gerade angesprochen habe: Wer keine anderen Meinungen eingeholt, vergeudet viel Potenzial. Vier Augen sehen mehr als zwei, sagt das Sprichwort, und Menschen mit Erfahrung im Gründungsprozess kennen die gängigen Stolpersteine, die immer im Weg liegen – umso leichter zu vermeiden, „drüberzufallen“, wenn ich rechtzeitig drauf hingewiesen werde.

Ein großes Versäumnis ist auch, wenn ich den Markt, in dem ich mich bewegen möchte, nicht genügend beobachtet habe und kenne. Habe ich mit möglichen Kundinnen und Kunden gesprochen? Wie sehen diese mein Produkt oder mein Service? Ist das geplante Marketing auf den Markt und Kundinnen und Kunden abgestimmt?

Wie kann ich diese Fehler vermeiden?

Marketing-Überlegungen kommen in der Planungs- und Gründungsphase oft insgesamt zu kurz kommen, was sich später bitter rächen kann. Deshalb ist es unumgänglich, das Marketing, die Strategie und den Aufwand von Anfang an mit zu überlegen und die Kosten zu kalkulieren.

Warum ist die Obersteiermark ein guter Ort, um ein Unternehmen zu gründen?

Das technische Know-how und innovative Potenzial in der Region ist enorm und wird zu Unrecht unterschätzt. Durch Top-Betreibe, Weltmarktführer und Universitäten ist in der Obersteiermark ein Wissen konzentriert, das weit über die metallverarbeitende Industrie hinausgeht.

Drei Punkte, die GründerInnen unbedingt beherzigen müssen
  • Engagement, von der eigenen Idee überzeugt sein
  • Mit anderen kooperieren
  • Andere Meinungen einholen

Link zur Unternehmenswebseite brainplus

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